«Ber­ges­lust» – Ein­zel­aus­stel­lung Gale­rie Mül­ler, Luzern, 25.07. - 24.09.2026

Avan­ti with art stu­dent and col­le­ague Ele­na Holz at the exhi­bi­ti­on ope­ning on 25 July 2026 (pho­to: Uschi Holz)

«Ber­ges­lust»

Gale­rie Mül­ler, Hal­den­stras­se 7, Luzern

  • Ver­nis­sa­ge Sams­tag, 25. Juli 2026, ab 15:00 Uhr
  • Kunst­hoch Luzern Sams­tag, 29. August 2026
  • Öff­nungs­zei­ten
    Do und Fr 14:00 – 18:00 Uhr
    Sams­tag 13:00 – 17:00 Uhr

«O Lust vom Berg zu schau­en, weit über Wald und Strom» – Joseph von Eichen­dorffs Gedicht «Ber­ges­lust» besingt das Hoch­ge­fühl des Gip­fels: den wei­ten Blick, den kla­ren Him­mel, die Frei­heit über den Wol­ken. Fan­ny Hen­sel-Men­dels­sohn ver­ton­te die­se Ver­se als ihre letz­te Kom­po­si­ti­on – und schuf damit nichts weni­ger als eine Hym­ne an die Lebens­freu­de.


Gior­gio Avan­ti, der Luzer­ner Maler mit Ate­lier in Walch­wil, hat die­se Lust auf sei­ne Wei­se ein­ge­fan­gen. Er malt nicht die Ber­ge, wie sie daste­hen. Er malt ihr Klin­gen. Denn für Avan­ti ist Far­be nichts ohne Klang, kein Pin­sel­strich ohne vor­her­ge­hen­de Vibra­ti­on. Die Stil­le der Berg­welt ist für ihn nicht die Abwe­sen­heit von Klang, son­dern sein Ursprung.

Hier ent­springt die über­schwäng­li­che Freu­de, die Eichen­dorff besang, hier beginnt die Spra­che der Far­ben, die Avan­ti beim Malen wie eine unsicht­ba­re Par­ti­tur beglei­tet.


In sei­nen neue­sten Arbei­ten, die nun in der Gale­rie Mül­ler zu sehen sind, wird die­se «Ber­ges­lust» sicht­bar: ein lau­tes, far­bi­ges Gebrüll gegen das bedroh­li­che Grol­len da draus­sen. Avan­ti ver­sucht, die Sai­ten in uns zum Schwin­gen zu brin­gen – und lädt ein, sich von die­sem Klang berüh­ren zu las­sen.

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